Gemeinde Albeck

Gestern - heute - morgen

Die Chronik der Gemeinde Albeck bestätigt unsere Bereitschaft zu selbständigem Denken und Handeln sowie unseren Gemeinschaftssinn, der die Entwicklung über 1000 Jahre positiv geprägt hat.

985-993Sirnitz erstmals erwähnt
Die Bischöfe von Freising und Brixen schließen durch ihre Notare einen Tauschvertrag. In dieser Zeit wird „Sirnvuiza" erstmals erwähnt.
1155Albeck erstmals erwähnt
Der Name Albeck wird erstmals im Zusammenhang mit Burgherrn „Rudolfus de Albekke" erwähnt.
1848Bildung von Gemeinden per Gesetz
Kaiser Franz Josef I. unterzeichnet das Reichsgesetz, das die Bildung von Gemeinden im gesamten Reich verfügt. Damit war die Grundherrschaft endgültig vorbei.
1850Bildung der Ortsgemeinde Albeck und erste Wahl
Nachdem der letzte Grundbuchführer und der letzte Pfleger Anfang des Jahres weggezo­gen waren, konnte endlich die Ortsgemeinde gebildet werden, die den traditionellen Namen Albeck erhielt. Bereits im August wurde die erste Gemeindevertretung gewählt. Der erste Bürgermeister war Pfarrer Johann Silbernagel, der dieses Amt bis 1854 ausübte.
Am Anfang war die Gemeinde praktisch mittellos, sie besaß weder Gebäude noch Anlagegüter oder gar Grundbesitz und kaum Einnah­men durch Gäste - nur rund 20 Kurgäste verweilten im Alpenbad St. Leonhard.
1867Abtrennung von St. Lorenzen
Die Bewohner von St. Lorenzen wollten wegen der großen Entfernung zu Sirnitz und den unsicheren Wegverhältnissen über das Alpl nicht zu Albeck gehören. Per Gesetz wurde dann dieses Gebiet zur Gemeinde Reichenau gegeben.
1869Unterrichtspflicht eingeführt
In Albeck platzte die Schule im alten Mesnerhaus Sirnitz Nr. 18 aus allen Nähten und der Bau eines Schulhauses wurde geplant. 9 Jahre später wurde das Schulhaus fertig gestellt, das allerdings auch nur 2 Klassen umfasste und von Anfang an zu klein war. Die weiteren Schulklassen wurden später im evangelischen Pfarrhaus untergebracht.
1874Erstes Postamt
Eröffnung des ersten Postamtes Sirnitz im Lacknerhaus.
1875/76Neue Straßen
Eine große Erleichterung brachten die neue Straße durch die Enge der Gurk und durch den Hammergraben.
1886Baubeginn der Straße nach Hochrindl
Baustart für die erste Straßenetappe nach Hochrindl - von Sirnitz bis zum vlg. Luschbauer.
1888

Gründung der freiwillen Feuerwehr
Eine freiwillige Feuerwehr wird am 20. Oktober aus der Taufe gehoben. Helfen - bergen - retten war von Anfang an ihr Motto.

1894Erste bäuerliche Genossenschaft gegründet
Der Gauverein Sirnitz - Vorläufer einer bäuerlichen Genossen­schaft - wurde gegründet. Das heutige Lagerhaus geht darauf zurück.
1898Erste Eisenbahn gebaut
Eine Schmalspurbahn wurde von Treibach bis Klein-Glödnitz gebaut. Ein Weiterbau bis Sirnitz war wegen der Höhenunterschiede und des schwierigen Geländes nicht möglich.
1899Geheimtipp: Baden in St. Leonhard
Kurz vor der Jahrhundertwende galt St. Leonhard als der Geheimtipp für Erholungssuchende in der ganzen Monarchie und man zählte immerhin 220 Badegäste.
1900Deutsch-Griffen will neue Grenzen
Deutsch-Griffen, das teilweise bis einschließlich der Pfarrkirche zu Albeck gehörte, war mit der Grenzziehung nicht einver­stan­den. 1900 wurde der Antrag gestellt, der 20 Jahre später die Ortschaften an die gleichnamige Gemeinde zuerkennen sollte.
1901Eigenes Gemeindehaus
Erst in diesem Jahr erhielt die Gemeinde durch den Ankauf der Neuwirt­keusche Sirnitz Nr. 20 ein eigenes Domizil, in das 1905 die Gemeinde­kanzlei einzog. Später zog die Gendarmerie und im dazu­gehörigen Stadl die Raiffeisenkasse und eine Schulklasse ein.
1911

Neue Straße auf die Hochrindl
Die Straße wird in der zweiten Etappe vom vlg. Luschbauer durch das Stramerfeld fertig gebaut.

1920Reichenau möchte Albecker Gebiete zurückhaben
Ermutigt durch den positiven Bescheid an die Gemeinde Deutsch-Grif­fen, wollte auch die Gemeinde Reichenau einen Antrag auf Abtretung der Albecker Gebiete stellen, der allerdings abgelehnt wird.
1930Tourismus boomt
Nach dem Ersten Weltkrieg ging es auch mit dem Fremdenverkehr wieder bergauf. Insgesamt wurden 5.020 Übernachtung gezählt, wobei rund die Hälfte der Gäste aus Kärnten stammte, nur vier Gäste kamen aus Deutschland.
1958Tourismus wird weiterhin expandieren
Es werden in der Gemeinde bereits über 10.000 Übernachtungen gezählt. Die meisten Gäste stammten aus den Industriegebieten Deutschlands.
1964Gemeinde übersiedelt
Das Gemeindeamt übersiedelt in den Neubau in das Unterdorf, wo es sich noch heute befindet. Das alte Gemeindehaus ging an die Pfarre, die im Tauschwege die Marktwiese abtrat.
1967Neue Straße auf die Hochrindl und erster Schilift
Der Neubau der Straße auf die Hochrindl war die Voraussetzung für die touristische Erschließung des gesamten Gebietes. In diesem Jahr wurde auch der erste Schilift in Hochrindl in Betrieb genommen.
1980Fremdenverkehrsverein gegründet
Ein Fremdenverkehrsverein zur Förderung des Tourismus im Gemeindegebiet wurde gegründet. Sein erster Obmann war Ingo Huber aus Hochrindl. In diesem Jahr verbuchte die Gemeinde Albeck eine Rekordzahl an Übernachtungen: 48.875 Gästeübernachtungen wurden registriert.
19931000 Jahre Sirnitz und 2-facher Preisträger
Da der Begriff „Sirnvuiza" erstmals zwischen 985 und 933 erwähnt wurde, feierte Sirnitz spätestens 1993 sein 1000-jähriges Jubiläum. In diesem Jahr erhielt es auch den begehrten „Greenpeace Klimaschutzpreis" und den „Europäischen Dorferneuerungspreis" - zwei Auszeichnungen, die zukunftsweisend für das Leben im Einklang mit der Natur sind.

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letzte Aktualisierung am 11.08.2017